September 24

Tank Girl Classic von Alan C. Martin und Jamie Hewlett

Nach Jahren habe ich mich endlich aufgerafft und Tank Girl Classic 1 bis 14 gelesen, um herauszufinden, warum diese Comicreihe als Klassiker gilt.

Also habe ich mich auf eine Reise in das ferne Australien begeben, in dem scheinbar eine ehemalige Soldatin, die ihren Job verloren hat, nachdem ein Auftrag gehörig schiefgelaufen ist, woraufhin sie mit ihrem Panzer abgehauen ist, und ihr Freund, der zufälligerweise ein mutiertes Känguru ist, ihr Unwesen treiben und dabei Abenteuer erleben, die mehr oder weniger Sinn ergeben.

Diese reichen von Kämpfen gegen andere Söldner oder sogar die Mafia bis zu Drogentrips und sonstigen Freizeitbeschäftigungen, die der bunten Truppe so einfallen. Eins ist aber sicher: Es wird verrückt, voller Anspielungen auf die damalige Politik und Popkultur und die vierte Wand wird konstant durchbrochen.

Diese Anspielungen sind aus heutiger Sicht allerdings auch eine Schwäche des Comics, weil eine jüngere Person, die nicht zur gleichen Zeit aufgewachsen ist als die Autoren, dadurch häufig verwirrt wird.

Insgesamt lohnt es sich aber definitiv, dieser Reihe eine Chance zu geben, denn mit dem Humor, der Action und dem markanten Zeichenstil, den Gorillaz-Fans leicht wiedererkennen, wird Tank Girl zu einem einzigartigen Comic-Erlebnis.

Juli 13

Die Königin der Toten von Michael White

Inzwischen geht die Geschichte von Lee, Tanya und der Blutgöttin in die finale dritte Runde, und dieser letzte Kampf gewohnt spannend.

Alte Feinde und solche, die nun Verbündete geworden sind, was ständig Zweifel darüber aufkommen lässt, ob man ihnen trauen kann, kehren zurück, und erneut müssen sich die Protagonisten gegen eine übernatürliche Gefahr zur Wehr setzen, die das Ende der Welt bedeuten könnte.

Wie in den vorherigen Teilen gibt es wieder zahlreiche Intrigen und finstere Pläne, blutige Action – Dieses Mal nicht nur mit Vampiren, sondern auch Ghoulen, was ich immer begrüßen kann – und ominöse Vorhersagen.

Schön finde ich, dass die Handlungsstränge und Prophezeiungen aus den vorangegangen Büchern aufgegriffen und zu einem befriedigenden Schluss geführt werden, und dass eine der Protagonistinnen auch noch eine dramatische Hintergrundgeschichte spendiert bekommt, die sich in den Handlungsstrang eingliedert.

Wer sich die ersten beiden Bände zu Gemüte geführt hat, wird auch mit diesem Band viel Spaß haben und ein würdiges Ende für die dramatische Geschichte um Lee und ihren Kampf gegen Vampire, Göttinnen und den Verlust ihrer eigenen Menschlichkeit lesen können.

Juli 8

Die Rache der Toten von Michael White

Lees Rachefeldzug gegen die Mörder ihrer Familie geht weiter und eines sei vorab gesagt: Wem der ersten Band gefallen hat, der wird auch mit diesem viel Spaß haben.

Während es im ersten Band noch direkt um Lees Überleben und ihre Rache ging, wurde hier der Einsatz erhöht und es steht nun die Wiederauferstehung der mächtigen Blutgöttin auf dem Spiel, deren Macht die Welt für immer verändern könnte.

Die Stärken des ersten Bandes – ein flüssiger, actionorientierter Schreibstil; die Verschwörungen der Vampire, die sich gegenseitig in den Rücken fallen und damit die Spannung konstant hoch halten und der Kampf Lees, ihre Menschlichkeit zu erhalten – werden hier wieder aufgegriffen und weiterentwickelt.

Besonders gelungen sind wieder die Komplotte der uralten Vampire und ihrer Diener. Da man in diesem Band mehr Hintergrundinformationen erhält, kann man ihre Machenschaften besser nachvollziehen und einem wird bewusst, welche Reichweiten ihre Taten haben, was die vielen Perspektivwechsel umso spannender macht.

Juli 3

Die Fährte der Toten von Michael White

Nachdem Lee jahrelang auf der Flucht vor den Mördern ihrer Familie war, gerät sie in die Fänge des skrupellosen Vampirs Frank, der sie ebenfalls in einen Blutsauger verwandelt und versucht, sie zu einem Killer zu machen.

Dieses Grundsetting ist schon einmal spannend und hebt sich von anderen Thrillern ab, die ich bisher gelesen habe.

Das ist allerdings nicht das Einzige, was an diesem Buch gelungen ist, denn besonders die toughe Lee, die nun zwischen den Welten gefangen ist und einerseits ihr neues Leben auskosten, andererseits ihre Menschlichkeit nicht verlieren will, schließt man als Leser schnell ins Herz.

Durch ihr Rachemotiv sind ihre Handlungen glaubhaft, aber wie die Überschrift schon verrät, sind sie vor allem eins: Stylish.

Während ich gelesen habe, hat sich praktisch ein Actionfilm á la Underworld vor meinen Augen abgespielt, ein Eindruck, der von der schnörkellosen Sprache, die sich nicht in unnötig langen Beschreibungen verliert, unterstützt wird.

Auch die Intrigen, die die anderen Vampire spannen, um die Jungvampirin für ihre Zwecke einzuspannen, tragen zur Spannung und dazu bei, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann und gleicht damit anfangen will, die Fortsetzung zu lesen.