Juli 24

Biaoren – Die Klingen der Wächter 9 von Xianzhe Xu

Daomas Gruppe gerät am Jadepass durch ein Missverständnis in eine brenzlige Situation mit den Grenzwächtern. Gleichzeitig werden Blicke auf Shus und Daomas Vergangenheit geworfen, durch die wir mehr darüber erfahren, was sie zum Kämpfen antreibt.

Im neunten Band ist diese Mischung aus Flashbacks und Szenen, die in der Gegenwart spielen, besonders gut gelungen. Außerdem kommen die meisten der bekannten und lebenden Figuren mindestens einmal vor, wodurch er auch schön abwechslungsreich wird und jeder Fan von bestimmten Charakteren auf seine Kosten kommt.

Auch von Daoma in seiner Rolle als Vater sehen wir hier mehr und er zeigt, dass weitaus mehr in ihm steckt als nur seine beeindruckende Kampfkraft. Das kommt auch in den Szenen aus seiner und Xiaoquis Vergangenheit herüber.

Das Highlight sind aber natürlich trotzdem wieder die Actionszenen, die trotz der fehlenden Farben lebendig genug sind, um einen praktisch vom Papier aus anzuspringen. Die fantasievoll choreografierten Kämpfe werden in eindrucksvollen und detailverliebten Bildern eingefangen.

Der neunte Band reiht sich perfekt in das Epos, das mit „Die Klingen der Wächter“ bereits aufgebaut worden ist, ein und zeigt, dass die Reihe gar nicht daran denkt, langsamer zu werden oder an Qualität nachzulassen. Im Gegenteil, ihre Stärken kommen auch hier wieder perfekt zum Vorschein.

März 23

Biaoren – Die Klingen der Wächter 8 von Xianzhe Xu

Ayuya bekommt ihre erste Mission, um sich als angehende Grenzgängerin zu beweisen. Sie soll den jungen Ihnan zu einem Treffen der Tegreg-Stämme mit ihrem Herrscher, dem Heshana Khagan, eskortieren. Doch mächtige Leute wünschen, dass er sein Ziel nie erreicht…

In diesem Band treffen wir zwei altbekannte Figuren wieder: Ayuya, die tapfere Schützin, und den an seiner Ehre festhaltenden Pei Xingyan. Mich hat gefreut, dass wir mehr über den Verbleib der beiden erfahren haben, auch wenn ich gerne mehr darüber gelesen hätte, wie Daomas Abenteuer weitergehen.

Wie immer bekommen wir aber auch Flashbacks serviert, dieses Mal werden die Hintergrundgeschichten von Daoma und Kaiser Yang Guang beleuchtet, die neue Dimensionen dieser Figuren enthüllen und eine interessante Abwechslung darstellen.

An den Zeichnungen konnte ich mich wie gewohnt kaum sattsehen. Vor allem die Schlachten, in denen viele Leute in eine Szene gequetscht werden, sind beeindruckend. Und ein echtes Talent für Rüstungen und Pferde hat Xu Xianzhe auf jeden Fall auch.

Wie immer endet es spannend und ich freue mich schon auf den nächsten Abend. Allerdings gibt es inzwischen so viele Charaktere, dass wir insgesamt wenig Zeit mit den verschiedenen Figuren verbringe, weshalb mir die Bände inzwischen reichlich kurz vorkommen – mit allen Vor- und Nachteilen, die das mit sich bringt.

März 23

Biaoren – Die Klingen der Wächter 7 von Xianzhe Xu

Daoma, Zishilang und der Rest der Truppe haben ihr Ziel erreicht: Die Höhle eines einsamen Schmiedes, der jahrelang daran gearbeitet hat, ein legendäres Schwert zu reparieren. Doch was hat das mit der geplanten Rebellion zu tun? Und wie lange wird es dauern, bis ihre Verfolger:innen aufholen?

Dieser Band besteht größtenteils aus Rückblicken, die die Geschichte des Schwertes und inwiefern sie mit den Unruhen im Land und Daomas Vergangenheit zu tun hat, beleuchten. Dabei bleibt die Action stellenweise auf der Strecke, was sich durch die Einblicke, die wir dadurch bekommen, aber auszahlt. Und in der zweiten Hälfte geht es sowieso wieder mit den blutigen Kämpfen weiter, wie gewohnt.

Auch die beiden Häscher:innen Diting und Kuizhi dürfen wir wieder in Aktion erleben und wir erfahren einiges über Zishilangs mysteriöse Pläne. Vor allem aber lernen wir den kleinen Stotterer besser kennen und erfahren sogar seinen Namen und seine Vergangenheit. Mir gefällt gut, mit welcher Sorgfalt die benannten Figuren hier behandelt werden – es ist nicht so, als würde Nebencharakter um Nebencharakter nur als Kanonenfutter in die Geschichte geworfen werden.

Wie immer sind die schwarz-weißen Zeichnungen perfekt getroffen. Was mich vor allem immer wieder beeindruckt, ist, wie unterschiedlich die Figuren aussehen und wie leicht mensch sie wiedererkennen kann, obwohl sie alle halbwegs realistisch gehalten sind.

Der siebte Band ist auf dem hohen Niveau seiner Vorgänger geblieben. Wie immer gibt es übertriebene Action mit spannenden Kampfszenen, und die Mysterien der Vergangenheit kommen erneut nicht zu kurz.

April 29

Biaoren – Die Klingen der Wächter – Band 6 von Xianzhe Xu

Daoma und seine Truppe reist weiter ins Ungewisse, geführt von dem Rebellenanführer Zhishilang. Doch auf dem Weg werden sie immer wieder von kaiserlichen Häschern aufgehalten und auch in anderen Gebieten des Reiches verschwören sich mächtige Kräfte gegen sie.

Auch in diesem Band lernen wir neue, interessante Charaktere kennen, allen voran Shubao, einen der besagten Häscher, und den einflussreichen Kriminellen Yuwen Zhiji, „der Pate“ genannt. Außerdem erfahren wir mehr über die bereits bekannten Figuren, es werden neue Hinweise auf die düstere Vergangenheit von Shu und Daoma selbst gemacht.

Wie aus den vorangegangenen Bänden bekannt, wird hier die perfekte Mischung aus Action, historischen Hintergründen und politischen Verflechtungen getroffen. Es bleibt immer spannend, egal, ob es um einen Dialog oder einen „richtigen“ Kampf geht.

Auch zeichnerisch wird hier wieder alles gegeben. Besonders hervorzuheben sind die rasanten Actionszenen, aber besonders angetan hat es mir auch das Gespräch zwischen General Yuwen Shu und seinem Kaiser, der immer wieder als Drache dargestellt wird, um seiner erdrückenden Präsenz das richtige Gewicht zu verleihen. Auch die Szene mit den Höhlenmalereien im letzten Kapitel hat mich künstlerisch sehr beeindruckt.

Der sechste Band von „Die Klingen der Wächter“ konnte mich wieder richtig begeistern. Ich konnte ihn von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand legen und kann die Fortsetzung kaum erwarten.

Mai 7

Biaoren – Die Klingen der Wächter – Band 5 von Xianzhe Xu

Während Pei Xianyang einen fast aussichtslosen Kampf zu führen scheint, schleichen sich auch Daoma und Shu in das Lager ihrer Feinde. Doch auch Ayuya denkt trotz ihrer Verletzungen nicht daran, aufzugeben.

Wie gewohnt ist die Story wieder actiongeladen und blutrünstig. Die dynamischen Zeichnungen lassen uns wieder tief in das Geschehen eintauchen und die Zeit, die wir mit dem Manhua verbringen, wie im Flug vergehen.

Und natürlich hält die Handlung auch wieder einige Überraschungen bereit und wir lernen Heyi Xuan, der seit einigen Bänden eine wichtige Rolle spielt, von einer anderen Seite kennen. Allerdings tauchen auch neue Figuren auf, die versprechen, frischen Wind in die Geschichte zu bringen – Nicht, dass sie es nötig hätte…

Es wird auch wieder deutlich, wie dreidimensional diese Charaktere sind. Ich will nicht „realistisch“ sagen, weil sie praktisch alle über übermenschliche Fähigkeiten verfügen, aber ihre Motivationen sind nachvollziehbar und ihre Reaktionen menschlich.

Alles in allem bietet dieser Band wieder ein super Erlebnis und bleibt von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Obwohl ich schon so viel Zeit mit dieser Reihe verbracht habe, freue ich mich auf die Fortsetzung und kann sie kaum abwarten.

Mai 6

Biaoren – Die Klingen der Wächter – Band 4 von Xianzhe Xu

Im vierten Band führt Ayuya ihren ganz persönlichen Rachefeldzug. Doch kann sie alleine gegen die vier Familienklane bestehen oder reitet sie in ihren sicheren Untergang?

Natürlich spielt der Kampf selbst eine wichtige Rolle. Erneut schafft es Xianzhe Xu, die Actionszenen bombastisch umzusetzen, lässt das Blut wieder in Strömen fließen und die Seiten wie im Flug vergehen.

Aber wir erfahren auch Überraschendes über die Vergangenheit von Daoma und Zhishilang, was noch einmal ein anderes Licht auf diese Figuren wirft und einen schönen Twist darstellt.

Auch Pei Xianyang zeigt hier eine neue Seite und im Bonuskapitel erleben wir auch ein prägendes Erlebnis aus seiner Kindheit. „Die Klingen der Wächter“ beweist immer wieder, dass hinter seinen Charakteren mehr steckt, als es den Anschein hat.

Wie immer wird hier die perfekte Mischung aus gnadenloser Action und Enthüllungen getroffen, sodass mensch das Gefühl bekommt, dass diese Reihe von Band zu Band besser wird.

Mai 5

Biaoren – Die Klingen der Wächter – Band 3 von Xianzhe Xu

Im dritten Band findet die Konfrontation zwischen Daomas Gruppe und den vier Familienklans statt. Aber auch seine Verbündeten haben noch einige Überraschungen parat.

Hier steht vor allem die Action im Vordergrund, die mit dynamischen Zeichnungen perfekt in Szene gesetzt wird. Die Vergleiche mit einem Film sind keinesfalls übertrieben, denn die Choreographie der Kämpfe und die Art, wie der Künstler das Auge über die Seite leitet, sind verdammt gut gelungen.

Mich hat auch gefreut, dass wir hier eine andere Seite von Ayuya kennenlernen, die vorher eher eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Auch Yanziniang zeigt ein bisschen mehr von ihrer Persönlichkeit.

Am Ende bekommen wir auch noch einige Design-Skizzen von Daoma und Shu zu sehen, die einen kleinen Einblick in die Arbeit des Künstlers erlauben.

„Die Klingen der Wächter“ ist einfach eine Reihe, die nicht an Spannung verliert. Bisher hat mich jeder der Teile vollkommen überzeugt und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das in Zukunft ändert.

Mai 4

Biaoren – Die Klingen der Wächter – Band 2 von Xianzhe Xu

Im zweiten Band der Reihe treffen Daoma und seine Reisegesellschaft auf einen mysteriösen Schwertkämpfer und seine Gefangene. Doch natürlich hören die Probleme da nicht auf, denn ihnen sind Verfolger auf den Fersen…

Die Handlung bleibt gewohnt spannend. Es gibt wieder eine Mischung aus absolut gnadenloser Action und Szenen, in denen mensch erfährt, welche Fäden im Hintergrund gezogen werden – Beide Handlungsstränge sind auf ihre eigene Art und Weise interessant.

Der Zeichenstil kann sich ebenfalls sehen lassen, denn die Zeichnungen reichen von detaillierten Rüstungen und Landschaften über ausdrucksstarke Gesichtszüge bis zu rasanten Actionszenen, denen dynamisch Ausdruck verliehen wird.

In diesem Band erfahren wir auch ein bisschen mehr über Zhishilang, der ein einzigartiger Zeitgenosse zu sein verspricht, außerdem lernen wir den mysteriösen Shu kennen. Ich freue mich auf jeden Fall darauf, mehr über sie zu erfahren, vor allem, weil sich diese Reihe bisher dadurch ausgezeichnet hat, dreidimensionale Figuren mit realistischen Motivationen einzuführen.

Außerdem lobend erwähnt sei das historische Setting, in das sich die Story perfekt integriert. Hintergrundfakten, die westliche LeserInnen nicht kennen, werden auch schnell per Fußnote erklärt, sodass es keinem Schwierigkeiten bereiten sollte, der Geschichte zu folgen und mensch dadurch sogar noch etwas Neues lernt.

Mai 2

Biaoren – Die Klingen der Wächter – Band 1 von Xianzhe Xu

Der Kopfgeldjäger Daoma durchstreift die Lande mit seinem kleinen Sohn und nimmt so gut wie jeden Auftrag an, um seine Schulden abzubezahlen. Doch nicht jeder davon ist so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint…

Schon der Einstieg in die Welt von „Biaoren – Die Klingen der Wächter“ ist rasant. Und dieser Anfang hält, was er verspricht, denn genau so wahnwitzig und actionreich geht es weiter, gekonnt durch die Zeichnungen in Szene gesetzt.

Der Protagonist ist auch eine Klasse für sich. Er ist geschwätzig, meist unberechenbar, aber immer verdammt cool. Obwohl er bei Weitem nicht immer auf der Seite von Gesetz oder Moral steht, kann mensch es nicht lassen, bei jedem seiner Kämpfe mitzufiebern.

Die Nebencharaktere können sich ebenfalls sehen lassen. Vor allem der Alte Mo und seine Tochter Ayuya sind interessante Persönlichkeiten, über die ich gerne mehr erfahren würde. Aber auch Figuren, die nur in diesem Band auftreten, sind dreidimensional und lassen sich nicht so leicht in Schubladen stecken.

Wenn das alles mich nicht überzeugt hätte, unbedingt weiterlesen zu wollen, hätte es spätestens der Cliffhanger am Ende getan. Nach diesem brillanten Auftakt freue ich mich schon auf den Rest der Reihe!