April 21

Hamlet von William Shakespeare

Als dem jungen Prinzen Hamlet von Dänemark der Geist seines toten Vaters erscheint und ihm befiehlt, seinen Mord durch Hamlets Onkel zu rächen, stürzt es diesen in eine tiefe Sinnkrise.

Es ist definitiv ein sprachlich beeindruckendes Stück, auch in der deutschen Fassung. Mal sind die Dialoge schlagfertig und spitzfindig, mal lassen sie sich über ihre Ansichten über das Wesen der Menschen aus, doch immer machen sie klar, warum Shakespeare so angesehen ist.

Die Handlung an sich ist auch spannend. Es wird viel Wert auf Lügen, Intrigen und Hamlets eigene Zweifel gelegt und der Plot hält auch einige Überraschungen bereit, falls mensch es geschafft hat, nicht vorher aus anderen Quellen davon zu erfahren.

Vor allem Hamlet als Charakter hat es mir angetan. Seine innerliche Zerrissenheit wird überzeugend dargestellt und seine Überlegungen sind interessant zu lesen. Auch die Nebencharaktere, darunter sogar der mörderische König selbst, haben etwas zu sagen.

Hamlet ist definitiv auch für Leute wie mich, die eher selten Klassiker lesen, empfehlenswert. Mensch muss kein Experte oder DeutschlehrerIn sein, um hiermit seinen Spaß zu machen.

Februar 25

Macbeth von William Shakespeare

Als der schottische Adelige Macbeth die Prophezeiung erhält, dass er König von Schottland werden soll, wird er von Ehrgeiz gepackt und beschließt, die Erfüllung dieser Verheißung in eigene Hände zu nehmen, was ihn langsam, aber sicher in den Abgrund zieht.

Macbeth gilt zurecht als Klassiker. Die Handlung beinhaltet wirkliche historische Persönlichkeiten, nimmt sich natürlich aber große Freiheiten heraus und spekuliert über die Hintergründe der Geschichte, um sie in einem für Zuschauer interessanten Drama zu verpacken.

Dass es im Kern darum geht, wie leicht Macht korrumpiert und wie bedingungslose Rechtfertigung von vermeintlich legitimer Herrschaft leicht zu Machtmissbrauch führen kann, ist die Geschichte auch heute noch aktuell und lohnt sich auch, wenn mensch mehr als einen Rückblick auf eine aus unserer Sicht längst vergangene Epoche bekommen möchte.

Dass es auch sprachlich sehr interessant ist, muss ich eigentlich nicht erwähnen. Die deutsche Übersetzung wirkt stimmig, vor allem, wenn mensch die Vergleiche vom englischen Original und verschiedene Übersetzungen im Anhang betrachtet. Es ist immer wieder beeindruckend, wie die Verse gleichzeitig sprachlich ansprechend und stimmig sind und ihre Botschaft vermitteln, durch die sie die Handlung vorantreiben.

Anstrengend zu lesen ist es trotzdem für eine Person, die diesen altertümlichen Sprachgebrauch nicht gewohnt ist. Das sollte einen allerdings nicht davon abhalten, Macbeth eine Chance zu geben, wenn mensch sich wirklich dafür interessiert!