April 28

Diesel von Tom Dekker

Die City, die das Zuhause von Greg und seiner Gemeinschaft darstellt, wird wieder von einigen Krisen gebeutelt: Es geht ein Feuerteufel um, der ausgerechnet Gemeinschaften als Ziel ausgesucht hat, die Pressefreiheit wird vom Obersten Richter Collin Rand bedroht und dann soll auch noch während einer allgemeinen Dieselknappheit ein Rollerrennen in der neuen Arena stattfinden. Kann das gutgehen?

Im dritten Band der Terapolis-Reihe werden überraschende Charaktere ins Rampenlicht gerückt: Der windige Gordon Fletcher, der sich mit politische Einfluss erschleichen will, die verrückte Erfinderin Gloria, aber auch altbekannte Figuren wie Bobby Lane und Natty werden hier näher betrachtet und dürfen neue Seiten zeigen.

Die Dialoge zwischen den Figuren sind lebensnah und humorvoll. Vor allem ihre Gespräche über die politischen Entwicklungen in der Stadt sind anregend und die verschiedenen Meinungen, die dabei aufeinandertreffen, lassen die Beteiligten realistischer und menschlicher erscheinen.

Was mir auch gefallen hat, ist, dass sich die Geschichte nicht auf das Leben einer Hauptfigur beschränkt, sondern die Vorgänge in der ganzen Stadt und wie sie die verschiedensten Charaktere betreffen, beleuchtet werden. Dadurch wirkt die Welt viel lebendiger und es wird möglich, kompliziertere politische Machenschaften in die Story einfließen zu lassen.

Vor allem das Dieselrollerrennen, das den Höhepunkt dieses Bandes darstellt, hat es in sich und ist spannend beschrieben. Und die nachfolgenden Ereignisse lassen mich umso gespannter auf den nächsten Band sein!

Januar 26

Terapolis von Tom Dekker

Im ersten Band der Terapolis-Reihe muss der Waise Greg seine Heimatstadt verlassen, weil er des Mordes an einem einflussreichen Firmenbesitzer verdächtigt wird, und eine weite Reise antreten, um seine Unschuld zu beweisen.

Auf dieser Reise lernt man als Leser viel von der Welt kennen, ohne das Gefühl zu bekommen, belehrt zu werden. Interessant finde ich vor allem, dass die Welt auf unserer basiert und an einigen Stellen Anspielungen auf historische Ereignisse gemacht werden, die den Lauf der Geschichte stark verändert haben – Ganz zu schweigen von den Folgen für die Umwelt, die es unmöglich machen, sich ohne ordentlichen Sonnenschutz in der Natur aufzuhalten.

Außerdem begegnet Greg allerlei interessanten Gestalten. Viele von ihnen kommen nicht lange vor, vermitteln aber den Eindruck von einer belebten Welt. Vor allem Greg und Mav kann man schnell ins Herz schließen und mit ihnen mitfiebern.

Schön finde ich auch, dass es in dieser Welt, in der Technik eine so große Rolle spielt, leichte Spuren von Magie gibt, in Form von Begabungen bestimmter Charaktere oder sogar magischen Gegenständen.

Ein Kritikpunkt ist für mich, dass vor allem die Reise in die Terapolis selbst nicht wirklich relevant für die Handlung dieses Bandes erscheint. Da ich den zweiten zuerst gelesen habe, weiß ich, welche Auswirkungen sie noch hat, allerdings hätte ich mir mehr Konsequenzen davon in diesem Band gewünscht.

Juli 25

Clockwork von Tom Dekker

Zuerst einmal sollte gesagt sein, dass es mir sehr leicht fiel, den Einstieg in das Buch zu finden, obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe. Es gab genug Anspielungen darauf, um sich die wichtigsten Handlungsstränge zusammenzureimen, ohne den Leser mit viel Exposition zu langweilen.

Man lernt zu Anfang gleich eine ganze Bande von Charakteren kennen, die alle durch ihre Eigenheiten hervorstechen und einen sympathischen Eindruck machen.

Sowieso ist diese Welt von allen möglichen schrägen Gestalten bevölkert, die häufig nicht sind, was sie auf den ersten Blick zu sein scheinen, was für einige Überraschungen sorgt.

Dazu passend sind die politischen Ränkespiele und Wendungen, die dem Buch eine Ebene geben, die mich ebenfalls positiv überrascht hat. Auch, dass viele der Charaktere über ihre Sicht auf diese Dinge diskutieren, hat mir gefallen.

Abgerundet wird das stimmige Gesamtkonzept durch die spannende und unvorhersehbare Handlung, in der magische und technische Elemente kunstvoll gemischt werden.