Mai 24

Neobiota: Metapopulation von Ryan Rockwell

Paz und Ellis kommen vom Regen in die Traufe: Gerade sind sie noch froh, den Horror des vom Pathogen überrannten Raumschiffs hinter sich gelassen zu haben, da versagen die Systeme ihres Schiffs und ihre einzige Rettung ist es, die Gilbert-Station anzufliegen, von der sie einen beunruhigenden Funkspruch erhalten haben.

Auch der dritte Band der Reihe hat es wieder geschafft, mich zu begeistern. Die Protagonist:innen bekommen kaum Atempausen und taumeln von einer Gefahr in die nächste. Perfekt gelöst ist dabei, wie es immer einen Strohhalm gibt, an den sie sich verzweifelt klammern können, um ihre waghalsige Flucht umzusetzen.

Die Reaktionen der verschiedenen Figuren auf die Ausnahmesituationen sind realistisch beschrieben. Diese Welt besteht nicht aus eiskalten Held:innen, die täglich gegen Alien-Zombies kämpfen, sondern aus normalen Menschen, die mehr oder weniger gut damit umgehen können.

Paz stellt sich wieder einmal als die perfekte Protagonistin für diese Reihe heraus und mensch bemerkt, wie sie sich über die Bände hinweg entwickelt und von einer komplett überforderten Gravitationstechnikerin zu einer abgehärteteren Überlebenskünstlerin wird.

Obwohl das Hauptsetting und die Gefahr durch das Pathogen über alle drei Bände hinweg gleich bleiben, wird es nicht langweilig – Alleine dadurch, dass ständig neue Informationen über das Pathogen ans Licht kommen, aber auch durch die verschiedenen menschlichen Antagonist:innen und die Situationen, die durch den Überlebenskampf im Weltraum entstehen.

März 18

Neobiota: Das humane Relikt von Ryan Rockwell

In Neobiota: Das humane Relikt geht Paz‘ Überlebenskampf weiter. Scheinbar gerettet, muss sie erkennen, dass auf dem neuen Raumschiff etwas gehörig schiefläuft und sie eine Gefangene, kein Gast ist.

Wie schon im ersten Band ist sie eine interessante und gut gewählte Protagonistin. Sie ist keine Action-Heldin im klassischen Sinne und trifft keine kühl kalkulierten Entscheidungen, aber in Notsituationen kann sie über sich hinauswachsen.

Auch ihr Mitgefangener Ellis hat mir gut gefallen, gerade weil er sich mehr um sein eigenes Überleben kümmert als darum, das „Richtige“ zu tun und so einen Gegenpol zu Paz bildet.

Was mich ebenfalls beeindruckt hat, ist, wie die Spannung konstant aufrechterhalten worden ist. Es gibt kaum Atempausen für die Protagonist:innen und als Leser:in eilt mensch atemlos von Seite zu Seite, um zu erfahren, wie es weitergeht.

Ich kann auf jeden Fall sagen, dass mir der zweite Band sogar noch besser gefallen hat als der erste. Vor allem das Finale hat es hier noch einmal richtig in sich und macht mich gespannt auf die Fortsetzung von Paz‘ Abenteuern.

November 28

Neobiota: Der Ausbruch von Ryan Rockwell

Als tausende Schiffe der Föderation ihre Heimatstation Torrance angreifen und Technikerin Paz gerade so mit dem Leben davonkommt, ahnt sie nicht, dass ihr verzweifelter Kampf ums Überleben gerade erst anfängt – Denn andere Menschen sind längst nicht mehr die einzige Gefahr, die im Weltraum lauert.

Dieses Buch bietet wirklich Spannung von der ersten Seite. Und immer, wenn mensch gerade mit einer kleinen Verschnaufpause rechnet, geht es direkt mit irgendeinem neuen Schrecken, gegen den Paz und ihre Verbündeten ankämpfen müssen, weiter.

Noch spannender wird es dadurch, dass die Protagonistin sehr sympathisch ist. Im Gegensatz zu Charakteren in vielen anderen Horrorstorys verhält sie sich nämlich vernünftig und trifft logische, aber menschliche Entscheidungen.

Auch, dass sie eben keine ausgebildete Soldatin, sondern eine Technikerin mit fragwürdiger Vergangenheit ist, trägt dazu bei. Schön ist auch, dass sie dank ihres technischen Wissens einige kreative Pläne schmiedet.

Neobiota: Der Ausbruch bietet eine erfrischende Mischung aus Science Fiction und Horror und hat es geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Seite zu begeistern. Wer ein Fan dieser Genres ist, sollte diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben!