September 30

Meine Werke – Gesamtausgabe von Linda Eicher

Diese Gesamtausgabe der Werke von Linda Eicher sammelt drei Kurzgeschichten, die ich dem Mystery-Genre zuweisen würde, und zahlreiche Gedichte mit den Themen Natur, Emotionen, vor allem Liebe, und Glauben.

Die Kurzgeschichten haben alle eine Art Twist oder ein Mysterium, das gelöst werden muss. Die Ideen, die hinter ihnen stehen, sind allesamt interessant und kreativ. Da die Geschichten ziemlich kurz sind, sind sie auch auf das Beste reduziert.

Das hat allerdings auch dazu geführt, dass die Beschreibungen etwas zu kurz geworden sind, wodurch die allgemeine Atmosphäre teilweise gelitten hat.

Die Gedichte folgen „typischen“ Reimschemata. An manchen Stellen wirkt die Satzstellung dadurch etwas holprig, insgesamt ist es aber beeindruckend, dass sich wirklich so gut wie jedes der Gedichte reimt.

Wie oben angesprochen gehören die angesprochenen Themen alle eher in einen emotionsgeladenen, teilweise auch esoterischen Bereich, weshalb ich sie als Atheist nicht wirklich fair bewerten kann. Wer an ihnen Freude haben möchte, sollte also wahrscheinlich an Gott glauben.

August 24

Der düstere Baum von Linda Eicher

Molly, eine scheinbar normale Teenagerin, findet im Wald den besagte düsteren Baum, der von sich behauptet, ein verfluchter Prinz zu sein und sie dazu drängt, diesen Fluch zu lösen.

Die Ausgangssituation dieser Kurzgeschichte erinnert ein bisschen an ein Märchen und es sind im Rest der Story auch weitere Elemente davon zu finden. Gemischt wird das mit mehr oder weniger typischen Problemen einer Teenagerin, zum Beispiel die Beziehung zur Mutter, die einen neuen Freund hat.

Während die Prämisse interessant und das Ende sogar überraschend ist, hat mich der Schreibstil nicht immer überzeugt. Häufig fehlt die Tiefe, weil man keine Zeit hat, die Charaktere kennenzulernen. Auch die Hintergrundgeschichte kommt meiner Meinung nach zu kurz, da sie ebenfalls Potential hätte.