Juni 12

Barbarenmond: Konzernedition von Klotz Van Ziegelstein

Der Jäger Terbish nimmt den Auftrag der Mondgöttin Luna an, den sogenannten Kristallherren zu bergen. Doch es stellt sich bald heraus, dass sein Gegner ihm mehr als nur ebenbürtig ist.

Diese Geschichte spielt zeitlich vor „Plünderer“, allerdings gibt es hier viele Begriffe und Konzepte, die sehr viel leichter zu verstehen sind, wenn mensch das andere Buch zuerst liest. Die Handlung an sich ist aber eigenständig und bietet interessante Einblicke in Terbishs Vergangenheit.

Obwohl es sich um eine Kurzgeschichte handelt, ist hier wieder eine gelungene Mischung aus Action und überraschenden Wendungen getroffen worden. Vor allem die verschiedenen Taktiken, die im Kampf zum Einsatz kommen, haben mir gefallen.

Auch die Figuren zeigen interessante Ansätze, egal, ob es sich um den wenig vertrauenswürdigen Caitan Noctis oder den Barbaren Abel handelt.

„Barbarenmond“ ist eine kurzweilige Geschichte, die schon einmal Einblicke in die größere Welt der Neobarbaren gibt und Lust auf mehr macht.

Mai 31

Plünderer von Klotz Van Ziegelstein

Eigentlich ist Jimmy King nur ein glückloser Ex-Student, doch auf der verzweifelten Suche nach Geld wird er in Ereignisse hineingezogen, die seinen Horizont bei Weitem übersteigen und bald machen Schattengilden und Kopfsammler Jagd auf ihn…

„Plünderer“ spielt in einer fernen Zukunft, in der Elemente, die wir in der heutigen Welt beobachten können, bis ins Extrem getrieben wurden. Was zum Beispiel aus dem Internet und den zugehörigen Influencern und Cyberkriminellen werden könnte, wird hier mit einer gehörigen Portion Kreativität dargestellt – Witzig und erschreckend zugleich!

Für ebenso große Abwechslung sorgen die drei Protagonisten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Durch die Sichtwechsel erfahren wir viele Hintergründe über die Welt und die Handlung und die Momente, in denen sie aufeinandertreffen, sind jeweils spannende Höhepunkte.

Die Handlung mit ihren rasanten Wendungen und Überraschungen hat mich gleich in den Bann gezogen. Sie holt das Maximum aus dem Setting heraus und bleibt bis zum Schluss unvorhersehbar, weil sich die Figuren ständig gegenseitig hintergehen und noch Asse im Ärmel haben.

Hier wird eine chaotische und gleichzeitig fast schon vertraute Zukunftsvision gezeichnet, die von schrägen und meist unsympathischen Charakteren bevölkert ist, und genau das macht den Reiz aus!