Juli 4

Die rogodanischen Schriften (Gesamtausgabe) von Tim Radde

Wie man am Titel vielleicht schon erkennen kann, handelt es sich bei den rogodanischen Schriften um eine High Fantasy Geschichte, deren vier Hauptbände hier zusammengefasst werden.

Zuerst einmal sei gesagt, dass jemand, der sich für dieses Genre interessiert, hier sicherlich seinen Spaß haben wird. Das bedeutet aber nicht, dass konsequent jedes Klischee des Genres listenartig abgearbeitet wird, denn gerne werden Erwartungen durcheinander geworfen und Fantasy-Schablonen ignoriert, vor allem, was die Entwicklung der Charaktere angeht.

Ohne zu spoilern kann ich verraten, dass vor allem die Protagonisten und ihre Beziehungen untereinander – Freundschaften spielen hier eine angenehm wichtige Rolle – tiefer gehen als in vielen Büchern des gleichen Genres.

Sympathisch sind die meisten Charaktere allemal, was aber nicht heißen soll, dass es keine interessanten Bösewichte gibt, die ebenfalls dreidimensional beschrieben werden.

Ansonsten hat diese Saga alles, was man von guter Fantasy erwartet: Eine mittelalterliche Welt samt korrupten Königen, magisch Begabten und Kriegen, die das Schicksal dieser Welt für immer verändern werden, Listen, Intrigen, Verrat und eine Gruppe von Helden, die menschlich sind und auch Fehler machen.

Wer diese Geschichte also von Anfang bis Ende verfolgen will, was ich empfehlen würde, weil die Charaktere mit jedem Buch weiterentwickelt werden und der Einsatz immer größer wird, dem sei geraten, sich die Gesamtausgabe zuzulegen.