Mai 4

Life is Strange – Wellen von Emma Vieceli und Claudia Leonardi

Obwohl sie nun schon seit einiger Zeit in dieser neuen Realität lebt, fühlt sich Max immer noch nicht heimisch. Dann trifft sie jedoch auf einen mysteriösen Fremden, der ihre besondere Lage zu verstehen scheint.

Zuallererst habe ich mich darüber gefreut, dass wir hier mehr von Rachel sehen, die wir ja bisher nur in Before the Storm erleben durften. Sie ist ein interessanter Charakter und mir gefällt die Beziehung zwischen Chloe und ihr – Vor allem, weil sie Max vor eine ganz andere Herausforderung stellt.

Schön ist auch, dass die Mitglieder der Band „High Seas“, die mir schon im ersten Band ans Herz gewachsen sind, wieder auftauchen. Dazu kommt Tristan, der sich ebenfalls perfekt in den Figurenkanon einreiht und über den wir in den nächsten Comics hoffentlich mehr erfahren.

Die Handlung bleibt spannend, auch wenn sie am Anfang dieses Bandes eher auf das Innenleben der Figuren ausgerichtet ist, das nachvollziehbar und dreidimensional dargestellt wird. Gerade, weil die Charaktere auch mit alltäglichen Problemen zu kämpfen haben, kann mensch sich gut in sie hineinversetzen.

Auch der Zeichenstil überzeugt wieder. Die Designs der Charaktere heben sich ein bisschen von denen im Spiel ab, was auch Sinn ergibt, da sie hier einige Jahre älter sind. Doch sie sind ihrem Stil treu geblieben und wiedererkennbar.

April 28

Life is Strange – Staub von Emma Vieceli und Claudia Leonardi

Nachdem Max Arcadia Bay dem Tornado überlassen hat, um Chloe zu retten, leben die beiden gemeinsam in Seattle. Doch sie wird von Visionen anderer Zeitlinien geplagt und die beiden kehren zurück, um dieses Rätsel zu lösen.

Die Handlung knüpft nahtlos an das Spiel an und fügt auch nichts hinzu, was dort nicht auch so hätte stattfinden können. Deswegen habe ich auch nicht das Gefühl, dass der Comic nur eine Fortsetzung um der Fortsetzung willen ist, was auch daran liegt, dass das präsentierte Mysterium interessant ist und den/die LeserIn bei der Stange hält.

Die Charakterisierung der Figuren trifft deren Persönlichkeiten auch punktgenau und es ist schön, zu erfahren, was sie über das Ende des Spiels denken und wie sich ihre Beziehung dadurch entwickelt. Es gibt auch noch andere, altbekannte Gesichter zu treffen, was ältere Fans freuen dürfte.

Auch der Zeichenstil hat mir sehr gut gefallen. Er erinnert mich an Max‘ Tagebuch aus dem Spiel, hat aber auch eine individuelle Seite und passt vor allem gut zur Handlung. Allein wegen der Details im Hintergrund lohnt es sich auch, die Seiten genauer zu betrachten.

Jedem, dem das Spiel gefallen hat und der noch nicht genug von den beiden Protagonistinnen hat, kann ich diesen Comic nur ans Herz legen! Die Gesamtstimmung und das Gefühl eines Geheimnisses, das hinter allem steckt, wurden gekonnt in Comicform umgesetzt.