Februar 4

Tiefensog von Fred Ink

Nach den Ereignissen aus „Todessaft“ wird Privatdetektiv Walter Dekker keine Zeit gegeben, sich der Trauer zu widmen: Eine Invasion aus Tiefen Wesen bedroht Arkham, der mächtige Nekromant Jedediah Smith treibt in verschiedenen Welten sein Unwesen und ihre neuen Verbündeten scheinen auch nicht sonderlich vertrauenswürdig zu sein.

Dieses Mal findet der scheinbar aussichtslose Kampf gegen Alte Götter und Tiefe Wesen an ganz unterschiedlichen Orten statt: Tief im Meer, in der verfluchten Stadt Arkham selbst und sogar auf dem Mond. Durch diese ungewöhnlichen und für menschliches Leben nicht gerade zuträglichen Settings wird auch die Spannung noch einmal gehörig angezogen, weil alleine die Umgebung schon einen Überlebenskampf fordert.

Unsere liebgewonnenen und leidgeprüften Charaktere sind selbstverständlich auch wieder dabei: Der vom Pech verfolgt Walter natürlich, der ehemalige Totengräber William und sein pelziger Freund Fostur, dieses Mal auch wieder Untersheriff Barbara und die Voodoo-Priesterin Benita Lambeau. Dass sie mit ihren zahlreichen Macken alle so sympathisch sind, lässt mich natürlich umso mehr um ihr Leben bangen.

Was mir an der Reihe auch immer wieder gefällt, ist, wie freimütig hier mit Lovecrafts ursprünglichem Material umgegangen wird. Natürlich sind viele Aspekte von ihm inspiriert, aber Einiges wird auch mit einem Augenzwinkern übernommen und genug eigene Ideen stecken sowieso in dieser Mischung, um es auch (gerade) für Leute, die Lovecraft schon rauf- und runtergelesen haben, spannend zu machen.

Für mich war der vierte Teil ein weiteres Highlight. Er bricht an vielen Stellen aufs Positivste mit Erwartungen und schafft es immer wieder, einen zu überraschen, obwohl wir schon so viele Abenteuer mit diesen Figuren erlebt haben. Und er setzt auch immer wieder eine Schippe drauf, selbst wenn ich längst gedacht hätte, dass es gar nicht mehr möglich ist: Walter stolpert einfach immer wieder in noch größere und grauenerregendere Gefahren.

Januar 30

Todessaft von Fred Ink

Im dritten Band der Akte Arkham-Reihe müssen sich Privatdetektiv Walter Dekker und seine Verbündeten alten und neuen Feinden stellen: Vampire treiben in der Stadt ihr Unwesen und der Nekromant Jedediah Smith ist auch nicht so besiegt, wie es scheint. Und dann wird Walter auch noch auf Reisen in eine andere, gefährliche Dimension geschickt…

Neben den aus vorherigen Bänden bekannten Charakteren kommen auch einige neue hinzu. Das sympathische Sammelsurium von Figuren macht das Lesen der Schicksale, die sie ereilen, umso nervenaufreibender. Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass einfach nur Charaktere grundlos „verheizt“ werden, stattdessen werden sie alle mit eigenen Persönlichkeitsmerkmalen, Stärken und Schwächen ausgestattet.

Es gibt auch viele Anspielungen auf andere Bücher des Autors, wodurch die Welten auf interessante Weise verbunden werden. Auch für mich, der nicht alle Bücher gelesen hat, aus denen hier Figuren und Begebenheiten erwähnt werden, war alles verständlich dargestellt und durch Fußnoten immer gut nachvollziehbar.

Wie gewohnt bleibt die Handlung von Anfang bis Ende rasant. Für die Protagonist:innen und auch uns Leser:innen gibt es keine Atempause. Dieses Dauerfeuer sorgt aber keineswegs für eine Reizüberflutung und darauf möglicherweise folgende Langeweile, denn das hohe Niveau wird gut gehalten und mensch möchte auch auf der letzten Seite noch unbedingt mehr davon lesen.

Vor allem das Ende hat es auch in sich und macht mich froh, dass der vierte Band auch schon erschienen ist. Für mich bleibt „Die Akte Arkham“ eine spannende Reihe, die langsam immer mehr ihrer Hintergründe enthüllt und damit immer wieder aufs Neue lesenswert ist.

November 14

Kriechzeug von Fred Ink

Auf der Suche nach einer Erlösung von seinem Fluch sucht Walter Dekker in einer alten Krypta nach einer mysteriösen Abschrift. Doch dabei stößt er auf ein viel tödlicheres Geheimnis, und ihm bleibt nicht viel Zeit, es zu lüften…

Im zweiten Band um den vom Pech verfolgen Privatdetektiv kommen alte Bekannte wie der Physiker George, die Kultistin Cynthia, der jähzornige Sheriff Dingby und ein aus Hinter den Winkeln bekannter pelziger Freund wieder vor, neue Figuren lassen sich jedoch auch blicken und sind ebenso liebens- und hassenswert. Jede Person hier verfolgt eigene und realistische Ziele und die Altbekannten zeigen auch neue und überraschende Seiten von sich.

Umso spannender wird es dann, um die Leben dieser Charaktere zu bangen, denn die Geschichte wirft einen direkt in die Action. Und die wird kontinuierlich gesteigert, immer wieder durchsetzt von schockierenden Wendungen. Es ist eine Hatz gegen die Zeit, und mensch fragt sich die ganze Zeit, wie lange sie noch durchhalten können.

Vor allem hat hier die Bedrohung im Vergleich zum ersten Band eine ganz andere Größenordnung und die Protagonist:innen werden mit einem kosmischen Grauen konfrontiert, das unaufhaltsam scheint. Unter anderem deswegen konnte ich dieses Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Obwohl ich schon am Vorgänger nichts auszusetzen hatte, hat mir dieser noch besser gefallen. Das liegt zum Teil sicher daran, dass mir die Charaktere durch die mit ihnen verbrachte Zeit mehr ans Herz gewachsen sind, zum anderen aber auch daran, dass hier so viel mehr auf dem Spiel steht.

Juni 30

Hexenhaus von Fred Ink

Dem vom Pech verfolgten Privatdetektiv Walter Dekker wird vom Schicksal keine Ruhe gegönnt: Der verzweifelte Physiker George stolpert durch seine Tür und möchte gemeinsam mit ihm das berüchtigte Hexenhaus in Arkham nach der vermissten Ines durchsuchen. Natürlich kann das nicht gutgehen…

Der erste Band der Reihe „Die Akte Arkham“ schlägt einen von der ersten Seite an in seinen Bann und lässt einen bis zum Ende nicht mehr los. Hinter jeder Ecke lauern neue Gefahren, die die Figuren körperlich und geistig in den Ruin treiben wollen. Aber auch die Menschen gefährden sich gegenseitig durch ihr Misstrauen – denn irgendwo unter ihnen lauert ein Mörder.

Was Fans von Fred Inks Werken außerdem freuen wird, ist, dass einige altbekannte Charaktere aus „Hinter den Winkeln“ und „Crossover“ wieder auftauchen. Und wie üblich gibt es auch keine Garantie dafür, dass sie ihre Auftritte hier auch überleben.

Auch das Setting verdient noch ein Lob: Das Haus scheint einen eigenen Willen zu haben und führt die darin Gefangenen in die Irre, indem es sich ständig um sie herum verändert und sie immer tiefer in sein Inneres lockt, wo es sie haben will. Dabei stellt es ihnen eine Reihe von ausgeklügelten Fallen, die beim Lesen einfach Spaß machen, obwohl mensch Mitleid mit den Charakteren hat.

Das Ende hat es ebenfalls wieder in sich. Das Hexenhaus hetzt noch einmal alles auf die Protagonist:innen, was es zu bieten hat, und sowohl viele Fragen beantwortet, als auch neue aufgeworfen. Das perfekte Ende für den ersten Band einer Reihe, deren Fortsetzung ich kaum erwarten kann!