März 5

Mars Ultor: Nemesis von David Reimer

Im zweiten Band der „Mars Ultor“-Reihe muss das Team um Major Dener erneut zur Ares-Station im Mars-Umlauf, denn der Kontakt zu ihr ist abgebrochen. Doch langsam erkennen sie, dass sie dem Wayaki-Konzern nicht mehr trauen können und werden von allen Seiten bedroht.

Wie schon im ersten Teil wird hier einerseits das Team auf der Raumstation dabei verfolgt, wie sie deren Tücken und Gefahren kennenlernen, andererseits verbringt mensch einen Teil der Handlung auch mit Dr. Stone, der sich der im ersten Teil gefundenen, mysteriösen Flüssigkeit vom Mars aus wissenschaftlicher Sicht nähert, was auf eine ganz andere Art und Weise spannend ist.

Dabei lernt mensch auch die Teammitglieder besser kennen. Es ist mir leicht gefallen, mich in sie hineinzuversetzen und auch deren Interaktionen untereinander sind realistisch gehalten und amüsant zu lesen.

Die Handlung ist gewohnt spannend und bietet wie im ersten Teil eine interessante Mischung aus im Hintergrund ablaufenden Intrigen und Actionszenen.

Schön finde ich auch, dass im Anhang wieder erwähnt wird, welche der vorkommenden wissenschaftlichen Neuerungen reine Science Fiction sind und welche wir so oder so ähnlich auch heute schon erreichen können.

August 19

Mars Ultor: Schattenwelten von David Reimer

Es fällt nicht schwer, den Vergleich zu dem im Klappentext erwähnten Blade Runner zu ziehen, wenn man die ersten Kapitel von „Schattenwelten“ liest: Eine düstere Zukunftsvision mit einer Stadt, in der der Regen unablässig auf die Neonreklamen tropft und Söldnern, die auf eine gefährliche Reise für einen zwielichtigen Konzern gehen müssen.

Das Setting, das mit stimmungsvollen Beschreibungen und technischen Neuerungen, die, wie der interessante Anhang erklärt, gar nicht mehr so ferne Zukunftsmusik sind, aufwarten kann, ist eine der großen Stärken des Buches.

Eine weitere ist die Spannungskurve, die einen durch unvorhergesehene Wendungen, nervenaufreibende Situationen, in die die Protagonisten geworfen werden, und die dämmernde Erkenntnis, dass Wayaki Industries doch ein bisschen mehr Dreck am Stecken hat, als erwartet, auf eine regelrechte Achterbahnfahrt mitnimmt.

Ich habe allerdings noch zwei Kritikpunkte anzumerken, die mich zwar beim Lesen nicht direkt aus dem Flow geholt haben, mir aber doch ab und zu negativ aufgefallen sind: Teilweise sind die Sätze in den Dialogen merkwürdig lang und wirken, als sollten sie lieber durch einen Punkt als durch ein Komma getrennt werden, und meiner Meinung nach werfen die Charaktere auch zu schnell mit ihren Hintergrundgeschichten um sich, anstatt erst einmal langsam Vertrauen aufzubauen.

Alles in allem ist „Mars Ultor: Schattenwelten“ ein spannendes und unterhaltsames Buch, das vor allem nach seinem Ende, das noch ein paar Fragen offen lässt, Lust auf die Fortsetzung macht.