September 6

Homo Inferis 2: Kontakt von Daniel Böckeler

Nachdem die vermeintlich letzten überlebenden Menschen jahrelang in Arche 2 unter der Erde eingesperrt waren, fällt diese langsam auseinander und die Probleme häufen sich. Als dann endlich ein Funkspruch von Arche 1 vernommen wird, können sie ihr Glück kaum fassen – Doch die vermeintliche Rettung sieht in Wahrheit ganz anders aus…

Im zweiten Band lauern sowohl unter als auch auf der Erdoberfläche ganz neue Gefahren. Besonders gefallen hat mir, wie abwechslungsreich die Bedrohungen durch den Nebel, die Monster, die Seuche und sogar die anderen Menschen eingebracht werden.

Besonders in der zweiten Hälfte der Handlung wird ein besonderer Fokus auf Richard gelegt, der eine sympathische Figur darstellt. Auch der Sinneswandel, den er im Verlauf der Geschichte durchmacht, wird realistisch beschrieben. Im Gegensatz dazu gehen Nikki und Mia, aus deren Perspektiven ebenfalls geschrieben wird, jedoch ein wenig unter.

Das bedeutet aber nicht, dass es ihnen oder den zahlreichen, interessanten Nebencharakteren an Tiefe mangelt, denn jeder hier verfolgt seine eigene Agenda und niemand kann es sich leisten, immer auf der „richtigen“ Seite zu stehen.

Mein einziger wirklicher Kritikpunkt ist, dass die Dialoge und Gedanken der Charaktere teilweise etwas hölzern wirken, aber die Spannung der Story lässt einen das schnell vergessen.

Oktober 21

Homo Inferis von Daniel Böckeler

Nachdem die Welt von einem für Menschen giftigen, gelben Nebel bedeckt wurde, in dem schreckliche Kreaturen hausen, überlebt ein Teil der Menschheit in Bunkern. In so einer Arche wächst auch Nikki auf, und als die Lotterie sie auslost, muss sie mit einem Team an die Oberfläche, um nach Ressourcen zu suchen.

Mich hat das allgemeine Setting und der Handlungsablauf direkt an eine Mischung aus der Metro-Reihe und den Tributen von Panem erinnert, weshalb mir die hier aufgebaute Welt nicht unbedingt einzigartig vorgekommen ist. Der Spannung tut das allerdings keinen Abbruch, denn man fiebert mit der Protagonistin mit, wenn sie sich in dieser lebensfeindlichen Umgebung beweisen muss.

Beeindruckt hat mich auch, wie die Ereignisse ineinander übergehen, sodass man das Gefühl bekommt, dass die „Choreographie“ vom Autor perfekt geplant wurde. Dazu kommt, dass die Actionszenen sehr lebendig beschrieben werden und sich die Protagonisten ständig in ungewöhnlichen Situationen befinden, in denen sie schnell handeln müssen, was die Spannung zusätzlich erhöht.

Interessant sind auch die Unterschiede zwischen dieser neuen Welt und unserer, egal, ob es um Geld geht, das dort keine Rolle mehr spielt, Entscheidungsfreiheiten oder Religion, die hier erst ausgestorben war und sich im Verlauf der Handlung langsam wieder etabliert.

Lobend erwähnen muss ich außerdem, dass hier sehr gut nachvollziehbar ist, warum die Gesellschaft in der Arche so vielen Zwängen unterworfen ist, was die Berufs- und Partnerwahl oder allgemein die Lebensweise angeht. Dadurch wirkt die Lebenssituation auf der einen Seite bedrückend und dystopisch, aber auch realistisch.