April 26

Fools in Space: Die Flucht von Calin Noell

Seit geraumer Zeit befindet sich die Crew der Secret 2 auf ihrer Mission im Weltraum. Als dann jedoch die Ingenieurin Lawen Door auf ihr Schiff versetzt wird und die Bord-KI beginnt, verrückt zu spielen, wird ihnen langsam klar, dass die Wahrheit vielleicht ganz anders aussieht.

Diese Prämisse war es, die mich an diesem Buch zuerst interessiert hat. Denn statt eines Trupps professionell ausgebildeter Space Marines haben wir hier eine Gruppe sympathischer Menschen, die alle aus verschiedenen Gründen von der Gesellschaft ausgeschlossen worden sind und gar nicht versuchen, irgendwelche Heldentaten zu vollbringen, sondern einfach nur ihr Leben leben wollen.

Es fällt einem leicht, sich in die Hauptcharaktere hineinzuversetzen und mensch schließt sie schnell ins Herz und fiebert mit. Die Beziehungen der ProtagonistInnen untereinander werden lebensnah dargestellt und auch die Nebenfiguren sind interessant und halten einige Überraschungen bereit.

Die Handlung ist ebenfalls ungewöhnlich, denn die explosive Mischung aus einer emotionalen KI und den äußeren Begebenheiten, über die hier nicht mehr verraten werden soll, bleibt von der ersten bis zur letzten Seite spannend und unvorhersehbar.

Obwohl Raumschiffe und eine künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle spielen, kommt das Buch nicht einmal in die Nähe der üblichen Sci-Fi-Klischees und ich würde es ohne zu zögern auch Leuten empfehlen, die sonst mit dem Genre nicht viel anfangen können.

August 19

Drõmar: Ehre und Wut von Calin Noell

Wer „Drõmar: Ehre und Wut“ aufschlägt, findet sich sogleich in einer liebevoll beschriebenen und mit vielen, kleinen Details und interessanten, sympathischen und witzigen Völkern ausgestatteten Fantasy-Welt wieder.

Wie anhand dieser Beschreibung schon gesehen werden kann, ist das Worldbuilding klasse. Es wird nicht einfach eine Checkliste von typischen Völkern abgearbeitet, sondern die Welt wird mit einzigartigen Wesenheiten bevölkert, die sie lebendig erscheinen lassen.

Die Geschichte folgt den Geschwistern Hannah und Lucas, Menschenkinder, und dem Prinzen Aĕnĩd aus dem titelgebenden Land Drõmar. Doch die drei sind nicht von Anfang an ein Herz und eine Seele, sodass man die Entwicklung ihrer Beziehung, die realistisch und herzerwärmend beschrieben wird, selbst mitverfolgen kann.

Auch die Charakterentwicklung selbst kann sich sehen lassen. Man merkt, dass die Vergangenheiten der Protagonisten wirklich etwas zu ihrer Persönlichkeit beitragen und auch, wie sie während ihrer Reise wachsen.

Auch die Handlung an sich ist spannend, hält viele interessante Wendungen bereit und verläuft abseits von Klischees, sodass es mir absolut kein Problem bereitet, dieses Buch jedem Fantasy-Fan weiterzuempfehlen.