August 18

Die Schwerter von Fortrus von Benjamin K Hewett

Im zweiten Teil der Reihe um „Beschaffungskünstler“ Tees und seine Familie und Freund:innen fliehen sie in die Abtei von Fortrus, eine Horde blutrünstiger Nachtschatten auf den Fersen. Doch die Mauern der Festung bieten keinen Schutz, wenn der Feind sie schon längst überwunden hat…

Die liebgewonnen Charaktere aus dem ersten Teil tauchen auch hier wieder auf und vor allem Magnus und Lucinda zeigen andere Seite von sich. Es kommen allerdings auch viele neue Figuren ins Spiel, die bis zum Finale undurchschaubar bleiben und mit ihren undurchsichtigen Motiven für Spannung sorgen.

Das große Mysterium in diesem Teil besteht darin, wem die Protagonist:innen vertrauen können, denn die Nachtschatten haben überall ihre Finger im Spiel. Dabei werden viele falsche Fährten gelegt und Hinweise eingestreut, sodass die Enthüllung sowohl überraschend, als auch realistisch ist.

Wie schon von der Reihe bekannt, wird hier der Humor großgeschrieben. Es gibt ernste, traurige und spannende Momente, aber fast alle können mit sarkastischen Kommentaren aufwarten, die alles auflockern und die Weltsicht des Protagonisten herüberbringen.

Auch das Setting mit seinen interessant eingesetzten Fantasy-Elementen konnte mich überzeugen. Es werden nicht einfach Genre-Klischees bedient, sondern nur eingebaut, was auch zur Story passt – Wie die Ringe der Assassin:innen, die praktisch als Speichermedien für ihre gesammelten Taten dienen und der Person, die sie trägt, unterschiedliche Fähigkeiten verleihen.

April 10

Die Ringe von Ector von Benjamin K Hewett

Eigentlich will sich der „Beschaffungskünstler“ Tees nur aus Ärger heraushalten und seine kleine Familie ernähren, doch als der unbedarfte Paladin Magnus in Unterector ankommt und alles auf den Kopf stellt, wird er trotzdem in das entstehende Chaos hineingezogen.

Es wird schnell klar, dass sich der Protagonist selbst nicht ganz so erst nimmt, was die Story, die sehr düster hätte sein können, gehörig auflockert. Sowieso ist er eine sehr sympathische Figur, die dem Bild eines klassischen Helden wegen seiner Berufswahl und seinen realistischen, nicht heroischen Entscheidungen nicht entspricht – Dafür gibt es ja schon Magnus.

Auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen. Vor allem die beiden Kinder des Protagonisten habe ich ins Herz geschlossen, weil sie eigen- und widerständige Menschen sind, die nicht einfach in die Geschichte eingefügt wurden, damit Tees eine ausreichend große Motivation für seine Taten hat. Die anderen Figuren glänzen aber auch sehr sympathisch mit ihren Macken und Marotten.

Die Actionszenen sind gut und flüssig beschrieben. Dadurch, dass die meisten Gegner Tees körperlich überlegen sind, muss er sich andere Taktiken überlegen oder sie mit der Hilfe seiner Verbündeten schlagen, was sie umso spannender macht als einen reinen Schwertkampf zwischen Ebenbürtigen.

Der erste Band hat eine spannende und auch für sich allein lesbare Story mit überraschenden Wendungen und Enthüllungen. Auch die bisherigen Anspielungen auf die Welt jenseits von Unterector und die Charaktere, in die mensch sich leicht einfühlen kann, machen gespannt auf die Fortsetzung.