November 23

Asynchron: Entropie von Matthias Grabo

Quinn ist in den Reaktor gefallen und das Leben im Kern könnte ohne Unterbrechung weitergehen – wenn sich die Gruppe nicht aufgespalten hätte in diejenigen, die unbedingt die Forschung vorantreiben wollen und diejenigen, die sich mit dem Leben in dieser Realität abgefunden haben. Eve hingegen arbeitet weiter daran, den Plan des mysteriösen Schwarzen Patrons umzusetzen. Aber was hat er wirklich vor?

Es kommen zwar keine neuen Hauptcharaktere hinzu, doch die bekannten zeigen überraschende Seiten von sich. Vor allem Eric und Kirsten verändern sich auf eine extreme, aber glaubhafte Art und überraschen immer wieder mit Entscheidungen, die mensch ihnen nach den ersten beiden Bänden nicht zugetraut hätte. Aber auch Quinn selbst wächst als Figur.

Die Handlung bleibt unvorhersehbar wie eh und je. Selbst, als mensch denkt, dass der Plan steht und nur noch ausgeführt werden muss, geht natürlich Einiges schief und Quinn muss improvisieren, um die Leute davon zu überzeugen, dass er doch nicht verrückt ist – was selbst wir als Leser:innen lange nicht wissen konnten. Mit Plottwists wird hier auf jeden Fall nicht gespart!

Aber nicht nur von den anderen Menschen geht Gefahr aus: Auch die Welt an der Oberfläche hat sich weiterentwickelt und wartet mit neuen Kreaturen auf, die menschliches Leben dort fast unmöglich machen. Auch diese verschiedenen Herausforderungen tragen zur spannenden Vielfalt dieses Buches bei. Dazu kommt der ständige Zeitdruck, unter dem die Charaktere ihrem Ziel entgegenhetzen müssen.

Entropie bietet genau, was ich von einem guten Finale erwarte: Die Rätsel, die in den ersten beiden Bänden aufgestellt worden sind, werden aufgelöst, es gibt zahlreiche Aha-Momente und trotzdem wird eine gute Mischung aus Erklärungen und Action getroffen, sodass es nie langweilig wird.

Dezember 21

Asynchron: Echos von Matthias Grabo

Obwohl Quinn nun im Kern ist, ist er noch lange nicht in Sicherheit, denn seine eigentlich tote Freundin Eve erscheint ihm immer wieder und warnt ihn vor dem drohenden Unheil. Doch ist die Gefahr real oder nur eine Ausgeburt seiner Fantasie?

Der zweite Band knüpft nahtlos an den ersten an und macht es leicht, wieder in die Geschichte reinzukommen, indem die Charaktere und wichtigen Story-Elemente vorgestellt werden, ohne zu viel zu wiederholen.

Wie auch schon beim Vorgänger haben mir die realistischen Reaktionen der Figuren auf diese Ausnahmesituation gut gefallen. Nicht jeder verhält sich im Angesicht des Todes heldenhaft, manche Leute opfern lieber andere, als sich selbst. Und auch die ProtagonistInnen treffen teilweise fragwürdige Entscheidungen aufgrund der wenigen Fakten, zu denen sie Zugang haben, was die Geschichte realistischer macht.

Die Handlung bietet wieder eine perfekte Mischung aus spannender Action und der Aufdeckung der Vergangenheit, die erklärt, wie es überhaupt zu dieser apokalyptischen Situation gekommen ist und ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend.

Vor allem das Ende hatte es noch einmal in sich und sowieso hat die Story viele Überraschungen bereitgehalten. Insgesamt hat mir dieser Teil sogar noch besser gefallen als der erste, gerade, weil durch Quinns Geisteszustand so unklar ist, was der Realität entspricht und was nicht.