Die Legenden von Trappland Ends von Lucian Caligo
Ausnahmsweise nimmt Kopfgeldjäger Abraham James einen für ihn ungewöhnlichen Auftrag an: Er soll die legendäre Kopfgeldjägerin Serena finden – und zwar, um sicherzustellen, dass sie in Sicherheit ist! Doch das ungewohnte Ziel stellt sich schnell als die geringste Überraschung heraus, und bald stecken er und Begleiterin Bella Hals über Kopf im größten Abenteuer ihres Lebens.
Die Geschichte wird hierbei vom Protagonisten selbst erzählt, der es mit der Wahrheit nicht immer ganz genau nimmt und auch mal Sachen überspringt, die für ihn nicht wichtig oder unangenehm sind. Dank seiner lockeren Art sorgt das häufig für Belustigung, manchmal aber auch für Verwirrung, wenn er auf eine angeblich von der lesenden Person gemachte Äußerung eingeht.
Nicht nur er, sondern auch die anderen Figuren können durch ihre schräge Art überzeugen und wachsen einem schnell ans Herz. Aber wie es sich für den wilden Westen gehört, ist nie sicher, wer auf welcher Seite steht und wer noch ein Ass im Ärmel hat.
Die Story mit ihren Wendungen konnte mich auch überzeugen, denn die Suche nach der Verschollenen gestaltet sich als überaus abwechslungsreich, da nach und nach mehr von der Vergangenheit der Personen und Orte enthüllt wird. Dadurch, dass James und Bella nicht immer ehrlich zueinander sind, kommt noch eine weitere interessante Komponente hinzu.
Auch Trappland Ends ist schon ein Charakter für sich. Die umbarmherzig brennende Sonne, die Lebewesen innerhalb von wenigen Minuten bis zum Tod austrocknen kann, sorgt für besonderen Nervenkitzel und wird, was mich gefreut hat, auch im extrem spannenden Finale noch einmal wichtig.