Cyborg Me von Peter Nathschläger
Max ist ein Müllmann, der die Leichen von sogenannten „Torture Dolls“, Klonen, die zum Vergnügen zu Tode gefoltert werden, entsorgt. Sein Leben nimmt eine schicksalhafte Wendung, als er den Cyborg Samson trifft, der seine Menschlichkeit nicht aufgeben will.
Die beiden Protagonisten sind faszinierende Figuren, die vor allem durch ihr Zusammenspiel überzeugen. Immer wieder überraschen sie mit neuen Facetten und humorvollen, aber geistreichen Dialogen.
Trotzdem wünscht mensch sich, sie besser kennenzulernen, was aufgrund des Formats der Novelle leider nicht wirklich passiert. Ihre Beziehung scheint zu schnell voranzuschreiten und manche ihrer Entscheidungen sind nicht ganz fassbar, weil die Charaktere einem noch nicht gut bekannt sind.
Die Welt ist düster und es werden immer wieder Details erwähnt, die sie weiter ausbauen und neue Seiten von ihr enthüllen. Dadurch bleibt die Handlung immer interessant und unvorhersehbar. Vor allem die Art, wie Cyborgs funktionieren und wie das die Gesellschaft verändert hat, hat mich fasziniert.
Insgesamt stehe ich dem Buch mit gemischten Gefühlen gegenüber. Es hat definitiv sehr interessante Ansätze und Beschreibungen, die unter die Haut gehen, allerdings werden alle Handlungspunkte schnell abgearbeitet und gehen einem deshalb nicht so nahe, wie sie könnten.