Die Planetenhändler von Richard Sturmport und Robert Castellock
Als der Geschäftsmann James Asyrow ein kleines Sonnensystem zu einem Spottpreis kauft, lassen die Probleme nicht lange auf sich warten. Nicht nur, dass der Vorbesitzer unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist, auch sonst scheinen dort krumme Dinger im Hintergrund gedreht werden…
Am Anfang wird viel Wert darauf gelegt, die einzelnen Charaktere vorzustellen und miteinander interagieren zu lassen. Das hat für meinen Geschmack zu lange gedauert, weil ich lieber direkt in die Action eingestiegen wäre und mir einige der Figuren auch nicht unbedingt sympathisch waren.
In der zweiten Hälfte nimmt die Handlung jedoch gehörig an Fahrt auf und ich bin voll auf meine Kosten gekommen. Es gibt eine gelungene Mischung aus Informationen über die Hintergründe der komplexen Verschwörung, der die Protagonist:innen auf die Schliche kommen, und Kampfszenen. Vor allem das Finale hat mir in dieser Hinsicht gut gefallen.
Auch gut gelöst ist, dass jede Figur irgendwie mit der Story verbunden ist. Auch wenn ein Charakter scheinbar nur am Rande erwähnt wird und eine andere Rolle auszufüllen scheint, kommen sie alle noch einmal wieder und überraschen einen mit ihren versteckten Motivationen und Handlungen.
Am Ende wird sogar noch einmal auf die moralischen Hintergründe des eigentlichen Planetenhandels eingegangen. Insgesamt ist das sicherlich eine Verschwörung, die in einer sehr fernen Zukunft praktisch genauso passieren könnte.