Prion: Lumera Thriller von Jona Sheffield
Die Spannungen zwischen den in Flüchtlingslagern eingesperrten Menschen und den Kidj’Dan, die den Planeten Lumera vorher erobert hatten und erst von den Menschen angegriffen worden waren, nehmen immer mehr zu. Dann bricht ein Team zu einer Expedition auf, die die Lösung bringen oder einen endgültigen Krieg provozieren könnte…
Obwohl ich die vorherigen vier Bände nicht gelesen habe, konnte ich gut in die Geschichte einsteigen. Die Ereignisse der Vergangenheit werden am Anfang auf natürliche Art und Weise erklärt und es wurden zahlreiche Szenen eingebaut, durch die mensch die Figuren und ihre Handlungen besser einschätzen konnte.
Besonders interessant sind hier auch die fremde Welt Lumeras, die in prächtigen Farben lebhaft beschrieben wird, und ihre Bewohner. Der Balanceakt dazwischen, die Kidj’Dan wie Aliens darzustellen und auch ihre „menschlichen“ Eigenschaften hervorzuheben, ist sehr gut gelungen. Außerdem heben sie sich durch ihre Traditionen und ihre daraus folgenden Einstellungen zum Pflichtbewusstsein und zum Tod ab.
Mir hat auch die Vielzahl der Figuren gefallen. Egal, ob es sich um einen Drogendealerin, einen Politiker oder die Königin der Kidj’Dan selbst handelt, alle wurden detailliert ausgestaltet und sind nicht eindeutig in Gut und Böse einzuteilen, was sie unvorhersehbarer und realistischer macht.
Die Handlung bleibt die ganze Zeit spannend, obwohl es kaum offene Kämpfe gibt. Alleine dadurch, dass die Beziehungen der beiden Völker die ganze Zeit auf Messers Schneide stehen, wird die Spannung aufrechterhalten. Ich bin auf jeden Fall schon gespannt auf den nächsten Band, denn diese Welt bietet noch viel Potential.