Homo Inferis 2: Kontakt von Daniel Böckeler
Nachdem die vermeintlich letzten überlebenden Menschen jahrelang in Arche 2 unter der Erde eingesperrt waren, fällt diese langsam auseinander und die Probleme häufen sich. Als dann endlich ein Funkspruch von Arche 1 vernommen wird, können sie ihr Glück kaum fassen – Doch die vermeintliche Rettung sieht in Wahrheit ganz anders aus…
Im zweiten Band lauern sowohl unter als auch auf der Erdoberfläche ganz neue Gefahren. Besonders gefallen hat mir, wie abwechslungsreich die Bedrohungen durch den Nebel, die Monster, die Seuche und sogar die anderen Menschen eingebracht werden.
Besonders in der zweiten Hälfte der Handlung wird ein besonderer Fokus auf Richard gelegt, der eine sympathische Figur darstellt. Auch der Sinneswandel, den er im Verlauf der Geschichte durchmacht, wird realistisch beschrieben. Im Gegensatz dazu gehen Nikki und Mia, aus deren Perspektiven ebenfalls geschrieben wird, jedoch ein wenig unter.
Das bedeutet aber nicht, dass es ihnen oder den zahlreichen, interessanten Nebencharakteren an Tiefe mangelt, denn jeder hier verfolgt seine eigene Agenda und niemand kann es sich leisten, immer auf der „richtigen“ Seite zu stehen.
Mein einziger wirklicher Kritikpunkt ist, dass die Dialoge und Gedanken der Charaktere teilweise etwas hölzern wirken, aber die Spannung der Story lässt einen das schnell vergessen.