Juli 11

Riot, don’t diet! von Elisabeth Lechner

In „Riot, don’t diet!“ spricht Elisabeth Lechner mit AktivistInnen, die darüber aufklären, wie sie von der Gesellschaft bewertet werden, weil sie dick, Schwarz, haarig, queer, behindert und / oder alt sind, und wie sie sich gegen Vorurteile zur Wehr setzen und lernen, sich selbst zu akzeptieren und zu lieben.

Mir ist direkt positiv aufgefallen, wie gut hier die Mischung aus harten Fakten und den individuellen Erlebnissen der Betroffenen gelungen ist. Es wird nicht mit wissenschaftlichen Erklärungen und Fachbegriffen gegeizt, diese werden jedoch alle auch für „Neueinsteiger“ in das Thema verständlich erklärt.

Insgesamt gibt es hier eine ungewöhnliche Fülle von verschiedenen Perspektiven und es werden zahlreiche Probleme angesprochen, von Colorismus bis zu der Tatsache, dass Menschen aufgrund ihrer Behinderung der Wert abgesprochen wird.

Dabei wird häufig der Kapitalismus kritisiert, weil vor allem die Schönheitsindustrie vom Selbsthass und der daraus folgenden ständigen „Selbstoptimierung“ der Menschen profitiert. Aber auch Ansätze wie die „Body Positivity“ werden nicht einfach unkritisch hingenommen, sondern fair beurteilt und auf ihre Schwächen untersucht.

Insgesamt hat mich das Buch mit seiner Vielzahl an InterviewpartnerInnen, die allesamt tiefgründige und lesenswerte Ideen zu teilen hatten, von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt und ich kann es jedem empfehlen, der einen Einstieg in feministische Literatur sucht – Aber auch Menschen, die sich schon mehr in die Materie eingearbeitet haben, können hier noch etwas lernen.

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VeröffentlichtJuli 11, 2021 von LilithCaedes in Kategorie "Uncategorized

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