Tinte & Siegel von Kevin Hearne
Als auch Gordie, der letzte Lehrling des Siegelmagiers Al MacBharrais, eines mysteriösen Todes stirbt, wird dieser auf dessen düstere Machenschaften aufmerksam: In Wahrheit steckte er bis zum Hals im illegalen Handel mit Feenwesen! Ein Vertragsbruch, dem MacBharrais auf den Grund gehen muss…
Anhand dieser kurzen Beschreibung wird schon klar, dass „Tinte & Siegel“ keine 0815-Fantasy ist. Das Buch spielt in der Gegenwart und verbindet die Elemente dieser Zeit immer wieder humorvoll mit den magischen Aspekten der Story. Sowieso nimmt sich die Geschichte selbst nicht allzu ernst und ist deshalb locker zu lesen.
Das auf magischen Siegeln, die mit sehr speziellen Tinten gezeichnet werden müssen, basierende Magiesystem hat mich ebenfalls positiv überrascht, weil es den Protagonisten mit interessanten Stärken und Schwächen ausstattet. Ich hätte mir nur gewünscht, ein paar abgefahrenere Anwendungen davon lesen zu dürfen.
Auch die Figuren haben mir gefallen. MacBharrais selbst ist sympathisch und trotz seines hohen Alters immer für einen Spaß zu haben, aber auch der freche, aber treue Hobgoblin Buck und die taffe Pitfighterin Nadia haben es mir angetan. Alleine die Chemie zwischen diesen dreien würden einen zweiten Band schon rechtfertigen.
Dazu kommt noch die Welt mit ihren verschiedenen Gottheiten und Feenwesen, die großes Potential bietet. In diesem Band werden vor allem Wesen der schottischen und irischen Mythologie hervorgehoben, was eine interessante Abwechslung zu den „üblichen“ Wesenheiten darstellt.