What Are You Doing Here? von Laina Dawes
In „What are you doing here?“ beschreiben Laina Dawes und zahlreiche andere Schwarze Frauen ihre Erfahrungen in den Metal-, Punk- und Hardcore-Szenen und die Reaktionen auf ihre Musikbegeisterung.
Mit zahlreichen Anekdoten, die durch ihre Anhäufung systematische Hintergründe erkennen lassen, führt sie uns vor Augen, dass auch Szenen, die sich selbst als progressiv beschreiben würden, noch weit von diesem Ziel entfernt sind.
Es ist ein sehr persönliches Buch, das mir definitiv eine neue Perspektive nähergebracht hat. Zum Beispiel ist mir vorher nie bewusst gewesen, welcher Druck auf Schwarzen Menschen lastet, bei „ihren“ Musikgenres und „ihrer“ traditionellen Lebensweise zu bleiben.
Trotz des schwierigen Themas ist das Buch locker geschrieben. Es wird nicht mit Fachbegriffen um sich geworfen, stattdessen wird die Sichtweise der Autorin und der zahlreichen Frauen, die sie teilen, ehrlich rübergebracht, ohne dass sie ein Blatt vor den Mund nimmt.
Jedem, der sich für eines der oben genannten Musikgenres interessiert und entweder eine Perspektive auf die Szenen erlangen möchte, die er nie selbst erfahren hat, oder seine eigenen Erlebnisse validiert sehen möchte, kann ich dieses Buch nur empfehlen.