Der Archivar von Mila Bagrat
Als die zehnjährige Freya auf eine Klassenfahrt nach Berlin fährt, weiß sie noch nicht, was sie erwartet: Eine magische Reise, bei der sie auf den liebenswerten Waschbären Björn trifft und mit ihm den Kampf gegen das Vergessen beginnt.
Auf diesem Weg trifft sie auf allerlei ungewöhnliche Gestalten, deren Persönlichkeiten liebevoll ausgearbeitet wurden. Hier ist nicht jeder, wer er zu sein scheint und die Charaktere wirken in ihrer Dreidimensionalität wie echte Menschen.
Gut gelungen ist auch, dass mensch als LeserIn selbst auf eine Reise durch Berlin mitgenommen wird: Einerseits lernt mensch einige interessante Ecken der Stadt kennen, andererseits auch wichtige Teile ihrer Geschichte.
Die Handlung selbst ist ebenfalls sehr ungewöhnlich, denn es geht hier nicht einfach um einen Kampf der Guten gegen die Bösen, sondern vor allem um Konzepte wie Erinnerungen und Vergebung. Damit hebt sich „Der Archivar“ eindeutig von anderen an Kinder gerichteten Büchern ab, was mich positiv überrascht hat.
Wer ein Buch sucht, das sowohl Kinder als auch Erwachsene anspricht und eine interessante Story beinhaltet, die nicht die typische Fantasy-Checkliste erfüllt, ist hier gut bedient!