Schikane von Adrian Zeyher
Nicht nur ein Mordfall in seinem sonst so beschaulichen Revier wirbelt das Leben von Kommissar Leonard Kaczmarek durcheinander, sondern auch, dass sein alter Freund Ragan Veit plötzlich wieder auftaucht und zu seinem neuen Kollegen wird.
„Schikane“ braucht nicht lange, um einem klarzumachen, dass es kein 0815-Thriller ist. Das beginnt beim ungewöhnlichen Protagonisten, der im Gegensatz zu seinen Kollegen (sowohl in diesem, als auch in anderen Büchern) sehr sensibel ist und sich das Leben durch seine eigenen Ängste schwermacht.
Außerdem wird darauf geachtet, eine Balance zwischen der Polizeiarbeit, die hier um Einiges realistischer als sonst dargestellt wird, und dem Privatleben der Figuren zu erschaffen, durch die man sich besser in sie hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen kann.
Die Figuren sind allesamt realistisch gestaltet und weisen ihre eigenen Stärken und Schwächen auf. Vor allem die Beziehung zwischen Leo, Ragan und Viktor ist interessant dargestellt worden.
Die Handlung selbst kann sich ebenfalls sehen lassen. Man fiebert von der ersten bis zur letzten Seite mit dem eigentlichen Fall mit, möchte aber auch mehr über die Charaktere erfahren.