St. Sycamore: Eine schicksalhafte Ehe von Tharah Meester
Der zweiten Band der Reihe verfolgt die Schicksale von Albertien Colfax, einem zu Unrecht verurteilten Schriftsteller, der gerade aus dem Gefängnis kommt, und Dante de Medici, einem allseits respektieren Dirigenten, die sich verflechten, als die beiden gezwungen werden, zu heiraten.
Obwohl die Handlung an sich unabhängig vom ersten Band ist, kommen einige Figuren vor, die dort zuerst aufgetaucht sind. Vor allem einer der Charaktere wird hier tiefer beleuchtet und von einer ganz anderen Seite vorgestellt, was mich positiv überrascht hat.
Aber auch die Figuren, die hier zum ersten Mal vorkommen, können sich sehen lassen. Sie handeln allesamt sehr menschlich, machen Fehler und lassen sich von ihren Gefühlen hinreißen. Das macht den Plot spannend und unvorhersehbar und ermöglicht es einem, sich in sie hineinzuversetzen und vor allem mit ihnen mitzuleiden.
Die Beziehungen der Charaktere sind jedoch nicht das Einzige, das hier Konfliktpotential hat. Jeder Charakter hat auch einen Kampf mit sich selbst und seiner eigenen Vergangenheit auszutragen, was sie noch realistischer macht.
Besonders die Dialoge in diesem Band haben es mir angetan. Was sich die Figuren im Streit gegenseitig an den Kopf werfen, welche Geständnisse sie einander machen und was zwischen ihnen unausgesprochen bleibt, haucht der Geschichte erst wirklich das Leben ein.