Harleen Band 1 von Stjepan Sejic
Im ersten Band der neuen Kurzgeschichte um Harley Quinn, deren Vergangenheit hier beleuchtet wird, geht es um ihre ersten Begegnungen mit dem Joker und darum, wie sie angefangen hat, als Psychologin im Arkham Asylum zu arbeiten.
Dabei trifft sie neben „Mr. Jay“ persönlich auch andere Bösewichte aus dem Batman-Universum und sogar den Dunklen Ritter selbst. Sejic hat all diese altbekannten Charaktere mithilfe seiner beeindruckenden, detaillierten Zeichnungen mit einer ganz eigenen Note versehen, trotzdem bleiben sie leicht erkennbar und büßen nichts von ihrer ursprünglichen Persönlichkeit ein.
Auch, dass man Harvey Dent noch in seiner Rolle als Staatsanwalt kennenlernt und der Joker nicht aus der Sicht seines Erzfeindes, sondern seiner Psychologin und späteren Geliebten betrachtet wird, hat mir gut gefallen.
Harleens Motivationen sind ebenfalls gut nachvollziehbar. Obwohl man sie eher als verrückte Kriminelle kennt, ist sie hier ein sympathischer und sehr menschlicher Charakter, in den man sich gut einfühlen kann.
Nicht nur die Persönlichkeiten der Figuren haben mich beeindruckt, auch der Zeichenstil selbst, was einerseits an der bereits erwähnten Detailverliebtheit liegt, andererseits auch an der Komposition der Szenen, von denen ich besonders den Kampf im Nebel hervorheben möchte, der den Leser mit seiner albtraumhaften Szenerie sofort in den Bann zieht.