TONKARI – Der lange Marsch von C.J. Knittel
„TONKARI – Der lange Marsch“ handelt von dem Gelehrten Horkai, der die Chance seines Lebens nutzt und sich auf eine Reise in den rauen Norden begibt, um die Schneewölfe zu erforschen. Doch bald erweist sich die Gruppe als den Gefahren nicht gewachsen und die Forschungsreise wird zu einer wahren Odyssee.
Dabei lernen Horkai und der Leser den Norden und das Volk der Tonkari von überraschenden Seiten kennen. Mir hat besonders gut gefallen, wie die Igelmenschen und ihre kulturellen Unterschiede und Traditionen ausgearbeitet worden sind. Man bekommt das Gefühl, dass es sich um wirklich lebendiges Volk handelt, nicht um ein Fantasy-Abziehbild.
Das gilt auch für den Protagonisten. Obwohl er sich im Verlauf der Handlung mehrere Male in lebensbedrohlichen Situationen befindet, bleibt er seiner Rolle als Gelehrter treu und zeigt Interesse an der fremden Kultur der Tonkari und, was mich persönlich gefreut hat, auch Mitleid mit Tieren.
Seine innere Zerrissenheit, die durch seinen Wissensdurst und die Abenteuerlust auf der einen und die Sehnsucht nach seiner Familie auf der anderen Seite hervorgerufen wird, ist auch sehr eindrucksvoll dargestellt worden und es hat mir keine Schwierigkeiten bereitet, mich in ihn hineinzuversetzen.
Alles in alles ist diese Geschichte für ihr Genre ungewöhnlich. Obwohl sie brutal werden kann, wird die Welt als wunderschön und einzigartig beschrieben und man sieht sie nicht durch die Augen eines Kriegers, sondern eines eigentlich friedfertigen Menschen.