Badass von Falk Hummel
„Badass“ ist nicht nur der Name dieses Buches, sondern auch der des Teams aus Bonecrusher und Alabama, die sich in einer düsteren, futuristischen Stadt über Wasser halten, indem sie sich als Söldner für zwielichtige Auftraggeber verdingen.
Garniert wird das Ganze mit einem Schreibstil, den ich als zweifelhaft beschreiben würde. Er wirkt immer ein bisschen so, als würde der Autor verzweifelt versuchen, alles als provokativ, bissig und möglichst dreckig herüberzubringen, was einem schon mal ein Grinsen entlocken kann, häufig aber auch einfach stumpf wirkt und auf Dauer langweilt.
Die Handlung kreist um einen bestimmten Auftrag, bei dem die beiden einen Forschungschip stehlen sollen. Dieser wird allerdings erst in der zweiten Hälfte des Buches ausgeführt, während sich die erste komplett auf Vorbereitungen und Szenen, in denen immer wieder bezeugt werden soll, wie „badass“ die Protagonisten sind, konzentriert.
Sobald die wirkliche Action losgeht (und man sich an den Schreibstil gewöhnt hat), nimmt die Geschichte wirklich Fahrt auf und die beiden können beweisen, was in ihnen steckt.
Während die erste Hälfte also eher seicht dahinplätschert, konnte mich die zweite schon eher überzeugen und mit überraschenden Wendungen punkten und es fiel mir stellenweise schwer, das Buch aus der Hand zu legen.