September 12

Falkenblut von Petra Hartmann

Ihr menschliches Leben lang versucht Valkrys, sich als würdig zu erweisen und als Walküre auserwählt zu werden, doch als sie es gerade geschafft hat, bricht Ragnarök herein und sie findet sich in den Trümmern von As- und Midgard wieder, alle Hoffnung auf den Asen Widar setzend.

Man bekommt hier also keinen direkten Einblick in die nordische Mythologie zu Hochzeiten, sondern erst nach ihrem Ende. Das hindert einen allerdings nicht daran, vieles über die Götter, Riesen und Geschichten, in die sie verwickelt waren, zu lernen, während man die spannende Story verfolgt.

Anfangs nur Weggefährten wider Willen, raufen sich Widar und Valkrys zusammen und sammeln auf ihrem Weg, der sie zu denkwürdigen Orten wie der Weltenesche Yggdrasil und dem Totenschiff Naglfari führt, auch noch weitere Verbündete ein, die den nordischen Sagen entspringen.

Die Handlung ist dabei immer wieder überraschend mit ihren Wendungen und es fällt einem nicht schwer, mitzufiebern. Vor allem die cleveren Pläne, die Valkrys in scheinbar aussichtslosen Situationen schmiedet, haben mich beeindruckt.

Insgesamt schafft es „Falkenblut“, die aus heutiger Sicht ziemlich trockene nordische Mythologie lebendig zu machen und den Leser vollkommen in diese Welt zu entführen – Ich hätte nicht gedacht, dass es auch nach der Apokalypse noch so hoch hergehen kann.

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VeröffentlichtSeptember 12, 2020 von LilithCaedes in Kategorie "Uncategorized

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