Spawn Origins 1 von Todd McFarlane
Im ersten Band von „Spawn Origins“ kann man, wie der Titel schon sagt, die Anfänge des Charakters Spawn miterleben. Zusammgefasst werden die ersten sechs Hefte der Serie, die ursprünglich 1992 erschienen sind und Spawn zu recht zu einem der beliebtesten Antihelden der Comic-Szene gemacht haben.
Wer diese Ausgabe liest, versteht auch gut, wie das zustande gekommen ist. Die Story um Al Simmons, der einen Deal mit einer außerweltlichen Kreatur eingeht, um von den Toten aufzuerstehen und seine Frau wiederzusehen, bietet allerhand Potential, denn er ist zwischen seinem alten und neuen Leben hin- und hergerissen und muss sich plötzlich ganz neuen Gefahren stellen.
Sowohl der detaillierte Zeichen- als auch der Schreibstil konnten mich überzeugen, wobei mich letzterer mit für einen Comic ausgeklügelten Beschreibungen und interessanten Dialogen überrascht hat.
Es werden auch einige ikonische Charaktere eingeführt, vom dämonischen Violator mit seiner unüblichen menschlichen Form bis zum desillusionierten Polizisten Sam Burke, der mich direkt an Bullock aus dem Batman-Universum erinnert hat. Da sich die Handlung bisher nur über sechs Bände erstreckt, wird deren Potential noch nicht voll ausgenutzt, aber schon jetzt bin ich gespannt darauf, wie sie sich weiterentwickeln und in welche Dramen sie sich hineinziehen lassen.
Die Story selbst ist rasant, spannend und actionreich. Bisher scheint das typische „Monster of the week“-Format stark durch, es werden aber Anspielungen auf zukünftige Konflikte gemacht, die darüber hinausgehen, allen voran die Konsequenzen, die der Einsatz von Spawns Kräften für ihn und das Schicksal der Welt haben könnte.